Die spanische Regierung hat die von Italien angeordneten Grenzkontrollen an Reisenden aus Spanien scharf verurteilt und mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht, sollten die Kontrollen nicht zurückgenommen werden.

Spaniens Stellungnahme und Italiens Antwort

Die spanische Regierung veröffentlichte am Donnerstag eine Stellungnahme, in der sie die Maßnahme der italienischen Regierung als „ungerecht, den Interessen der EU zuwiderlaufend und diskriminierend gegenüber der spanischen Bevölkerung" bezeichnete. Damit eskalierte ein diplomatischer Streit zwischen Madrid und Rom, der die Beziehungen der beiden südeuropäischen EU-Staaten belastet.

Italiens Außenminister Antonio Tajani wies die Kritik aus Madrid umgehend zurück. Er verteidigte die Kontrollen an den Grenzübergängen und Fährhäfen als notwendige Maßnahme zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit. Die spanische Regierung beharrte hingegen auf ihrem Standpunkt und kündigte an, notfalls selbst Maßnahmen gegen Italien zu ergreifen.