Sozialverbände, Ärztevertreter und Opposition haben den designierten Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) zu schnellen Entlastungen für Beitragszahler sowie zu einer umfassenden Pflegereform aufgefordert.

Forderungen der Sozialverbände

Nach der Bekanntgabe der Personalentscheidung durch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag wächst der Druck auf den künftigen Minister. Die bisherige Amtsinhaberin Nina Warken, die aus der schwarz-roten Koalition stammt, hatte im Bundestag bereits ein Spargesetz für die gesetzlichen Krankenkassen durchgebracht. Sozialverbände sehen darin jedoch eine Vorlage für weitreichende Leistungskürzungen.

Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), verlangte vor den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagausgaben) ein Umdenken. „Erster Akt muss sein, die Gesundheitsreform zu überdenken, die vor allem erhebliche Leistungskürzungen und Mehrbelastungen für die Versicherten vorsieht“, sagte Engelmeier. Zugleich müsse sich Linnemann an seinen Wahlversprechen messen lassen, etwa die Sozialbeiträge auf 40 Prozent zu senken. „Carsten Linnemann muss sich nun auch an seinen Versprechen vor der Wahl messen lassen, so etwa die Sozialbeiträge auf 40 Prozent zu kürzen“, erklärte sie.