Israel hat am Dienstag den Süden Libanons bombardiert, während Beirut 380 Tote seit Inkrafttreten einer Waffenruhe am 17. April meldete. Die Angriffe erfolgten kurz vor geplanten Gesprächen zwischen Libanon und Israel in Washington.

Eskalation im Süden Libanons

Die libanesische Gesundheitsbehörde bestätigte, dass bei israelischen Luftangriffen am Dienstag 13 Menschen im Süden des Landes getötet wurden. Unter den Opfern waren zwei Rettungskräfte, die auf einen früheren Angriff in der Stadt Nabatieh reagierten, sowie eine verletzte Person, die sie retten wollten. Das Ministerium verurteilte Israels „complete disregard for all international norms“.

Die Hisbollah, die vom Iran unterstützte schiitische Miliz, kündigte unterdessen weitere Gewalt an. Ihr stellvertretender Generalsekretär Naim Qassem versprach, das Schlachtfeld für israelische Truppen zur „Hölle“ zu machen. Die Waffen der Gruppe stünden bei den anstehenden Verhandlungen in Washington nicht zur Disposition, betonte er. Die USA hatten zuvor eine Entwaffnung der Hisbollah gefordert.