Libanesische Armee rückt in Pilotzone Sawtar al-Gharbija vor – Bewährungsprobe für das Abkommen mit Israel
Beirut, 21. Juli 2026
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Kurzfassung
Die libanesische Armee hat mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sawtar al-Gharbija im Süden des Landes begonnen. Die Ortschaft gehört zu drei sogenannten Pilotzonen, in denen der schrittweise Rückzug der israelischen Armee und die Entwaffnung der Hisbollah erprobt werden sollen.
Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sawtar al-Gharbija im Süden des Landes begonnen, um dort im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel die Kontrolle zu übernehmen und gleichzeitig die Entwaffnung der Hisbollah einzuleiten.
Hintergrund: Pilotzonen als Testlauf
Die Ortschaft Sawtar al-Gharbija ist eine von mehreren sogenannten Pilotzonen im Südlibanon. In diesen Zonen soll ein Abzug der weiterhin im Libanon stationierten israelischen Truppen getestet werden. Die libanesische Armee erklärte am Dienstag, es sei noch zu früh, die übergebene Stadt Sawtar al-Gharbija zu betreten, da zunächst die Sicherheitslage stabilisiert werden müsse.
Nach den Vorbereitungen am Montag hat Israel einen Tag später die Kontrolle über die Stadt Sawtar al-Gharbija an die libanesische Armee übergeben. In diesen Zonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die libanesische Armee gab an, dass israelische Streitkräfte das Feuer während des Einsatzes eröffnet hätten und die Umsetzung daher erschwerten.
Ablauf: Übergabe und Entwaffnung
Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird. Wenn der Ablauf in der Praxis funktioniert, soll er auf weitere Gebiete ausgeweitet werden. Sollte sich Libanons Armee in diesen Pilotzonen etablieren und die Hisbollah entwaffnen können, dann soll dieses Vorgehen auf weitere Regionen ausgeweitet werden, aus denen sich Israel dann zurückziehen würde.
Laut dem US-Außenministerium sollen dort die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah-Miliz entwaffnen. Im Gegenzug soll die libanesische Armee die Kontrolle über die geräumten Gebiete übernehmen und dort Waffen sowie Infrastruktur der Hisbollah beschlagnahmen. Wie das US-Außenministerium mitteilte, sollen dort die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah-Miliz entwaffnen.
Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung allerdings ab. Sie war nicht an den Gesprächen beteiligt. Sie fordert zunächst einen kompletten israelischen Abzug. Die Hisbollah hat diesem Plan nicht zugestimmt. Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung allerdings ab. Sie war nicht an den Gesprächen beteiligt.
Position der Hisbollah
Sowohl der Libanon als auch die Hisbollah sprechen von einer völkerrechtswidrigen Besatzung. Israel marschierte daraufhin in den Südlibanon ein und hält Teile davon bis heute besetzt. Die von Israel bezeichnete "Sicherheitszone" ist etwa 620 Quadratkilometer groß und entspricht etwa sechs Prozent der Fläche des Landes.
Allerdings zweifelten libanesische Anrainer in den Pilotzonen die Absichten des Plans in ihren Dörfern an. Diese Gebiete seien nicht von Israel besetzt, sondern vielmehr dessen Beschuss ausgesetzt gewesen, sagten Bewohner einem dpa-Fotografen vor Ort. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, die israelische Armee hätte in Sawtar al-Gharbija keine festen Stützpunkte unterhalten, sondern habe das Gebiet üblicherweise betreten und wieder verlassen.
Skeptische Stimmen vor Ort
In drei Ortschaften im Süden des Landes sind sogenannte "Pilotzonen" geschaffen worden, hieß es am Montag aus Washington: Froun, Srifa und Sawtar al-Gharbija. Die Ortschaft ist eine von drei sogenannten Pilotzonen, die der Libanon und Israel gemeinsam mit den USA eingerichtet haben. Involviert sind die Streitkräfte der USA, Israels und des Libanons.
Am 26. Juni einigten sich Israel und der Libanon sowie die USA auf ein Abkommen. Dieses sieht einen schrittweisen Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem Südlibanon vor. Israel und der Libanon hatten sich im Juni nach jahrzehntelangem Kriegszustand auf ein Friedensabkommen geeinigt. Im Rahmen direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon haben sich die eigentlich verfeindeten Nachbarstaaten zuletzt auf eine Rahmenvereinbarung geeinigt. Bei direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon haben sich die eigentlich verfeindeten Nachbarstaaten zuletzt auf eine Rahmenvereinbarung geeinigt.
Rahmenvereinbarung vom Juni
Darin wurde festgelegt, dass die Hisbollah entwaffnet werden und die israelische Armee aus dem Südlibanon abziehen soll. Darin wurde ausgemacht, dass die Hisbollah entwaffnet wird und die israelische Armee aus dem Südlibanon abziehen soll. Die israelische Armee ziehe sich unterdessen schrittweise zurück. Die israelische Armee ist zu einem schrittweisen Rückzug aus den Pilotzonen verpflichtet.
Als "Meilenstein" bezeichnet das US-Außenministerium das, was sich gerade im Libanon ereignet. Berichtet wird auch, die US-Regierung habe Israel aufgefordert, Maßnahmen zu vermeiden, die eine diplomatische Lösung gefährden könnten. Washington prüfe den Vorschlag, hieß es.
Internationale Einordnung
Laut dem Wall Street Journal und Axios sei beiden Konfliktparteien der Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet worden. Bekanntermaßen fordert der Iran für ein endgültiges Kriegsende nicht nur die dauerhafte Kontrolle über die Straße von Hormus, sondern auch Frieden zwischen Israel und der Hisbollah. Katar, Ägypten, Pakistan und andere Vermittler bemühen sich angesichts der neu aufgeflammten Kämpfe zwischen den USA und dem Iran um eine Deeskalation.
Libanon Präsident Joseph Aoun ist derzeit in der US-Hauptstadt Washington. Libanons Präsident Joseph Aoun ist in die USA gereist und wird am Dienstag von seinem Amtskollegen Donald Trump empfangen. Dort trifft er heute auf US-Präsident Donald Trump. Beim ersten Besuch eines libanesischen Staatsoberhaupts im Weißen Haus seit 2009.
Ausblick: Waffenruhe und Besuch in Washington
Zwischen dem Iran-Proxy, der libanesischen Hisbollah, und Israel waren Anfang März wieder Kämpfe ausgebrochen – kurz nachdem Israel und die USA ihre Luftschläge gegen den Iran gestartet hatten. Die Hisbollah zeigte sich damit solidarisch mit Teheran.
In der betroffenen Region wurden bei Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah Dutzende Dörfer sowie die öffentliche Infrastruktur wie Krankenhäuser, Kraftwerke und Wasserpumpen zerstört. Zehntausende Anwohner können bislang nicht in ihre Heimat zurückkehren. Libanesische Truppen seien in die Stadt Zawtar al-Gharbiyah vorgerückt, nachdem sich israelische Streitkräfte von dort zurückgezogen hätten, erklärte die Armee.
Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija begonnen. Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel begonnen. Der Truppenaufmarsch findet im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel statt.
Fragen & Antworten
Was sind die Pilotzonen im Südlibanon?
Bei den Pilotzonen handelt es sich um drei Ortschaften – Froun, Srifa und Sawtar al-Gharbija –, die gemeinsam vom Libanon, Israel und den USA eingerichtet wurden. Dort soll der schrittweise Rückzug der israelischen Armee erprobt werden, während die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt und die Hisbollah entwaffnet.
Warum lehnt die Hisbollah die Vereinbarung ab?
Die Hisbollah war nicht an den Gesprächen beteiligt und hat der Rahmenvereinbarung nicht zugestimmt. Sie fordert zunächst einen kompletten israelischen Abzug und spricht gemeinsam mit dem Libanon von einer völkerrechtswidrigen Besatzung.
Welche Rolle spielen die USA bei dem Abkommen?
Die USA waren neben Israel und dem Libanon an der Einrichtung der drei Pilotzonen beteiligt. Das US-Außenministerium bezeichnete den laufenden Prozess als "Meilenstein" und prüft laut Berichten einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe.
Pilotzone Sawtar al-Gharbija: Libanon-Armee beginnt Einsatz | nachrichten360