Der Rücktritt des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn nach Bekanntwerden seiner Vaterschaft durch eine US-Leihmutter hat in Deutschland und der Schweiz eine breite Debatte über die Regulierung der Leihmutterschaft ausgelöst, in der Befürworter eine begrenzte Legalisierung und Kritiker einen klaren Verbotserhalt fordern.

Der CDU-Politiker Jens Spahn war nach Kritik an seiner Vaterschaft durch eine Leihmutter in den USA als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückgetreten. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Spahn vor dessen Rücktrittserklärung zum Rückzug aufgefordert und kündigte in einer Sitzung des CDU-Präsidiums eine Sondersitzung der Fraktion am 29. Juli zur Nachfolge an. Spahn und sein Ehemann hatten in den USA mithilfe einer Leihmutter ein Kind bekommen; das deutsche Strafrecht richtet sich jedoch nur gegen Vermittler und medizinisches Begleitpersonal, nicht gegen die Wunscheltern selbst.