Die Bewerberzahlen für Lehrerstellen in Österreich zeigen eine leichte Entspannung im Lehrermangel, mit 12.900 Bewerbungen für 6.500 ausgeschriebene Posten.
Für die 6.500 ausgeschriebenen Lehrerstellen im kommenden Schuljahr haben sich 12.900 Personen beworben. Bildungsminister Christoph Wiederkehr sieht darin einen Beleg für die gestiegene Attraktivität des Lehrerberufs.
Die Bewerberzahlen für Lehrerstellen in Österreich zeigen eine leichte Entspannung im Lehrermangel, mit 12.900 Bewerbungen für 6.500 ausgeschriebene Posten.
Das Bildungsministerium meldet für das Schuljahr 2026/27 rund 6.500 ausgeschriebene Lehrerstellen, für die sich insgesamt 12.900 Interessenten beworben haben. Damit übersteigt die Zahl der Bewerbungen die verfügbaren Stellen deutlich. Laut Ministeriumsangaben sind dies bei ähnlich vielen ausgeschriebenen Stunden etwa 1.000 Bewerbungen mehr als im Vorjahr.
Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) wertet die Zahlen als positives Signal: "Damit ist der Lehrermangel immer noch nicht behoben, aber wir sehen jedenfalls eine positive Entwicklung", wurde er in einer Mitteilung vom Mittwoch zitiert. Er sieht die aktuellen Zahlen als Beleg dafür, dass das Unterrichten "deutlich attraktiver" geworden sei.
Die Verteilung der offenen Stellen zeigt deutliche Unterschiede nach Bundesländern und Schulformen. Mit Abstand die meisten offenen Stellen gibt es in Wien (2.100), gefolgt von Nieder- und Oberösterreich (je 900), Tirol (700), Vorarlberg (500), Steiermark und Salzburg (je 400) sowie Kärnten und Burgenland (je 200). Dazu kommen etwas mehr als 200 Stellen in den Zentrallehranstalten.
Fachlich ist der Bedarf an den Volksschulen und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) mit je 1.500 ausgeschriebenen Stellen am größten. An den Mittelschulen werden 1.400 neue Lehrkräfte gesucht, an den AHS 1.300.
Interessant ist auch die Entwicklung bei den Nachausschreibungen: Nur bei 2,7 Prozent der ausgeschriebenen Stunden gab es noch keine Interessenten – ein Drittel weniger als im Vorjahr. Das österreichische Bildungssystem gehört mit 128.000 Lehrerinnen und Lehrern an rund 6.000 Schulen zu den größten Arbeitgebern des Landes.
Minister Wiederkehr betonte die gestiegene Attraktivität des Lehrerberufs und verwies auf die positiven Entwicklungen bei den Bewerberzahlen. "Diese brächten nämlich 'neue, spannende Sichtweisen' in den Unterricht ein", so der Minister weiter.
Trotz der leicht verbesserten Situation bleibt der Lehrermangel ein zentrales Thema, besonders in bestimmten Regionen und Schulformen. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Berufs erste Früchte tragen.