Die Krankenstände in Österreich sind nach Daten des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo kürzer als je zuvor, auch wenn sie weiterhin über dem Niveau vor der Covid-Pandemie liegen.

Der zum Ende Juni veröffentlichte Wifo-Fehlzeitenbericht zeigt, dass die durchschnittliche Dauer von Krankenständen in Österreich einen neuen Tiefstand erreicht hat. Die Forscherinnen und Forscher werten darin Daten zu Abwesenheitszeiten von Beschäftigten aus und vergleichen sie mit den Vorjahren.

Christine Mayrhuber, eine der Autorinnen des Berichts, ordnete die Ergebnisse als Beleg dafür ein, dass sich das Krankenstandsverhalten in Österreich spürbar verändert habe. Die Daten zeigten zugleich, dass die Fehlzeiten in Summe weiterhin höher lägen als vor dem Ausbruch der Covid-Pandemie.

Der Wifo-Bericht wertet die anonymisierten Daten der Krankenversicherungsträger aus und berechnet daraus typische Kennzahlen zum Krankenstand. Berücksichtigt werden sowohl kurzfristige Erkrankungen als auch längere Ausfälle.