Der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD hat in dieser Woche Änderungen bei der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vereinbart; künftig sollen Beschäftigte diese bereits ab dem ersten Krankheitstag ihrem Arbeitgeber vorlegen und die telefonische Krankschreibung soll ersatzlos gestrichen werden.

Die Bundesregierung hatte die Pläne am Donnerstag mitgeteilt. Ziel der Koalition ist es nach eigenen Angaben, den hohen Krankenstand zu senken und die Wirtschaft zu stärken. Die Koalition setzt dabei auch auf ein Primärarztsystem: Hausärzte sollen Patienten gezielter an Fachärzte vermitteln und so Wartezeiten verkürzen. Außerdem ist eine sogenannte Termingarantie Fachärzte Teil des Reformpakets.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht in der Reform eine Rückkehr zu den Regelungen, die vor der Corona-Pandemie galten. „Wir kehren zu der Regelung zurück, die wir vor Corona hatten“, sagte Merz. Derzeit ist das Attest erst ab dem dritten Tag erforderlich, ein Krankenschein kann vom Arzt ausgestellt werden. Künftig soll eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung grundsätzlich schon für den ersten Krankheitstag erforderlich sein.