Washington/Teheran, 30. Mai 2026

Nach stundenlangen Beratungen im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump keine Entscheidung über die Iran-Verhandlungen getroffen, während Teheran zentrale Behauptungen Trumps zu einem möglichen Abkommen dementiert.

Trump verließ den Lagebesprechungsraum (Situation Room) nach etwa zwei Stunden, ohne eine öffentliche Erklärung abzugeben, wie die New York Times unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete. Zuvor hatte der Präsident auf seiner Plattform Truth Social eine „endgültige Entscheidung“ zu den Gesprächen mit Teheran angekündigt.

Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärte nach dem Treffen: „Präsident Trump wird nur ein Abkommen schließen, das gut für Amerika ist und seinen roten Linien entspricht.“ Eine dieser roten Linien sei, dass Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe.

Irans Widerspruch: Drei strittige Punkte

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, sagte, beide Seiten tauschten weiterhin Botschaften aus, eine endgültige Vereinbarung sei jedoch nicht erzielt worden. Baghai betonte: „Von dem Begriff ‚müssen‘ haben wir uns vor 47 Jahren verabschiedet. Wir richten uns nicht nach dem, was andere von uns verlangen, sondern entscheiden auf der Grundlage unserer Interessen und Rechte.“

Die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahesteht, berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, Trump versuche, einen falschen Erfolg zu inszenieren. Trumps Aussagen über ein mögliches Abkommen seien „eine Mischung aus Wahrheit und Lüge“.