Klagenfurt, 29 Juni 2026
Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hat am Montag die Bundesregierung aufgefordert, die Sommerferien angesichts der Hitzebelastung in Schulen um rund zwei Wochen vorzuziehen, sodass das Schuljahr bereits Ende Juni enden könnte.
Hitzestau in Schulen als zentrales Argument
In einer Aussendung verwies Fellner darauf, dass die sommerlichen Temperaturen in den Klassenzimmern inzwischen untragbare Ausmaße annähmen. „Die Klassenzimmer werden zu Hitzestau-Zonen“, sagte der Landeshauptmann. Wenn die Sommerferien um zwei Wochen vorgezogen würden, könne man „Hitzestaus in den Klassenzimmern ausweichen“, so Fellner.
Als weiteren Beleg für die Notwendigkeit der Vorverlegung nannte Fellner den Klimawandel und seine konkreten Auswirkungen auf den heimischen Ackerbau. „Die landwirtschaftliche Haupternte habe sich durch Hitze und Trockenheit bereits um rund 14 Tage nach vorne verschoben“, erklärte der Kärntner Landeshauptmann. „Historisch gesehen waren die Sommerferien an die landwirtschaftlichen Erntezeiten angepasst“, sagte Fellner – und folgerte daraus: „Heute holt der Landwirt ja auch dann die Ernte ein, wenn sie reif ist und nicht, wann es vor 80 Jahren üblich gewesen ist“.
