Justin Baldoni meldet sich nach Vergleich im Streit mit Blake Lively auf Instagram zu Wort
Los Angeles, 09 Juli 2026
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Kurzfassung
Rund zwei Monate nach dem außergerichtlichen Vergleich im Rechtsstreit mit Blake Lively hat sich Justin Baldoni in einem mehrminütigen Instagram-Video geäußert. Seine Ehefrau Emily Baldoni sagte im selben Video: "Und die Wahrheit und die Fakten haben für sich selbst gesprochen." Zugleich fordert Lively laut Gerichtsdokumenten rund acht Millionen Dollar an Anwalts- und Prozesskosten.
Los Angeles, 09 Juli 2026
Der US-Schauspieler Justin Baldoni hat sich rund zwei Monate nach dem außergerichtlichen Vergleich im Rechtsstreit mit Blake Lively in einem mehrminütigen Video auf Instagram an die Öffentlichkeit gewandt, gemeinsam mit seiner Ehefrau Emily Baldoni.
Das Video: Eine erste Stellungnahme der Baldonis
In dem am späten Mittwochabend (Ortszeit) veröffentlichten Clip spricht Baldoni, der bei „Nur noch ein einziges Mal" auch Regie führte, über die vergangenen Jahre und wirft seinem Gegenüber vor, „Unwahres" verbreitet zu haben. „Was ich sagen möchte, ist, dass es in den letzten Jahren so viele schmerzhafte Dinge gab, die in die Welt gesetzt wurden", sagt der 42-Jährige laut dem Transkript des Videos. Seine Frau Emily Baldoni, gebürtige Schwedin und Mutter ihrer zwei gemeinsamen Kinder, ergänzt: „Und die Wahrheit und die Fakten haben für sich selbst gesprochen."
Baldoni erklärte zudem, er und seine Familie hätten sich die meiste Zeit der vergangenen zwei Jahre nicht öffentlich geäußert. „Und das nicht, weil wir nichts zu sagen hätten", wird er im Video zitiert. Man habe das Justizsystem arbeiten lassen und nicht zusätzlich Lärm erzeugen wollen, sagte der Schauspieler weiter.
Chronologie: Vom Dreh zur Klage
Der Konflikt zwischen Lively und Baldoni hatte Ende 2024 begonnen. Lively ("Gossip Girl"), die mit Hollywood-Star Ryan Reynolds verheiratet ist, hatte ihren Co-Star Baldoni im Dezember 2024 wegen sexueller Belästigung beim Dreh von "Nur noch ein einziges Mal" angezeigt. In ihrer Klage warf sie Baldoni sowie dem Produzenten Jamey Heath vor, ihren Ruf zerstören zu wollen.
Im Zuge des Verfahrens wurden im Frühjahr 2025 mehrere Vorwürfe Livelys vom Gericht zurückgewiesen, darunter auch jene wegen sexueller Belästigung. Von ursprünglich dreizehn Klagepunkten sollten am Ende nur noch drei Gegenstand eines Prozesses werden, darunter ein Vorwurf wegen Vertragsverletzung. Baldoni reichte daraufhin eine Gegenklage ein, die im November des vergangenen Jahres ebenfalls von einem Richter abgewiesen wurde: „Diese Klage war im vorigen November von einem Richter abgeschlagen worden."
Im Mai 2025 einigten sich die Parteien schließlich außergerichtlich. Die Einigung beendete den jahrelangen Rechtsstreit. Nach dem Vergleich erhielt Lively vom Gericht das Recht, die Erstattung ihrer Anwalts- und Prozesskosten zu beantragen. Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, die in New York eingereicht wurden, fordert die Schauspielerin nun rund acht Millionen Dollar (etwa sieben Millionen Euro) zur Erstattung dieser Kosten von Baldoni und Wayfarer Studios.
Forderung von acht Millionen Dollar
Wie Baldoni weiter sagte, hätten er und seine Frau jedes Mal, wenn sie ein solches Video aufnehmen wollten, eine innere Stimme davon abgehalten. Erst nachdem das Verfahren beendet sei, hätten sie sich entschieden, ihre Sicht darzulegen. Emily Baldoni beschriftete im gemeinsamen Auftritt einen Beitrag ihres Mannes mit dem Wort „Unwahre" und richtete sich damit indirekt an die Adresse von Lively.
Der Hintergrund des Konflikts ist der Film "Nur noch ein einziges Mal", eine Romanverfilmung des gleichnamigen Bestsellers von US-Autorin Colleen Hoover. Der Film erzählt die Geschichte einer Liebesbeziehung, die von Lively und Baldoni gespielt wird und in einer gewalttätigen Partnerschaft spielt. Baldoni ("Jane the Virgin"), der bei dem Film auch Regie führte, war darin nicht nur als Schauspieler, sondern auch hinter der Kamera tätig.
Der Fall hatte über Monate hinweg Schlagzeilen gemacht, weil er die Schnittstellen zwischen Hollywood, Sozialen Medien und dem Justizsystem berührt. Nach der Mai-Einigung konzentriert sich das Verfahren nun auf die Frage der Kostenerstattung. Wie Medien weiter berichten, muss Baldonis Team auf die Forderung bis Mitte Juli reagieren.
Hintergrund: Der Film und sein Autor
Über die endgültige Höhe des Betrags wird am Ende ein Richter entscheiden. Die Forderung bezieht sich ausschließlich auf Anwalts- und Prozesskosten und nicht auf eine zusätzliche Schadenersatzsumme im eigentlichen Sinn. Die Gerichtsdokumente wurden im US-Bundesstaat New York eingereicht, wo mehrere der beteiligten Firmen ihren Sitz haben.
Die Baldonis betonten in dem Video, sie wollten sich nicht weiter an öffentlichen Auseinandersetzungen beteiligen. Man habe über lange Zeit geschwiegen, weil man den ordentlichen Gang der Justiz habe abwarten wollen, sagte Justin Baldoni. Emily Baldoni bekräftigte, dass aus ihrer Sicht „die Wahrheit und die Fakten" inzwischen für sich sprächen.
Der Instagram-Auftritt erfolgte damit bewusst zwei Monate nach der Vergleichseinigung. Er fällt in eine Phase, in der die juristischen Nachwirkungen – insbesondere die Frage der Anwaltskosten – weiter laufen. Ob Baldoni oder Wayfarer Studios der Forderung in voller Höhe widersprechen werden, ist derzeit offen.
Aus dem Umfeld der Beteiligten hieß es lediglich, man werde sich zum laufenden Kostenverfahren nicht inhaltlich äußern. Fest steht bislang nur, dass das Gericht in New York die Forderung formal akzeptiert hat und Baldonis Team eine Frist zur Stellungnahme bis Mitte Juli gesetzt wurde.
Ausblick: Entscheidung des Richters
Das Video selbst enthält nach Angaben mehrerer Medienberichte keine direkten Angriffe auf Lively oder Reynolds, sondern eine grundsätzliche Stellungnahme zur öffentlichen Wahrnehmung des Konflikts. Emily Baldoni sprach dabei erstmals öffentlich nach Beendigung des Rechtsstreits.
Die Baldonis hatten zuvor nach eigenen Angaben mehrfach erwogen, ein solches Statement zu veröffentlichen, sich aber jeweils dagegen entschieden. Erst mit dem außergerichtlichen Vergleich im Mai sei der Zeitpunkt gekommen, sich zu Wort zu melden – auch um die eigenen Kinder und das Familienleben zu schützen.
Die Entwicklung der kommenden Wochen wird zeigen, wie das Gericht über die Kostenerstattung entscheidet. Bis dahin bleibt es bei einer pattsituation: Lively hat die Forderung gestellt, Baldonis Team muss reagieren, und am Ende wird ein Richter über die konkrete Summe befinden.
Der ursprüngliche Streit, der im Dezember 2024 mit den Vorwürfen Livelys begonnen hatte, war zwischenzeitlich zu einem der meistbeachteten Prominentenverfahren in den USA geworden. Mit dem Vergleich und der jetzigen Video-Botschaft dürfte die öffentliche Debatte darüber zumindest teilweise an Schärfe verlieren.
Fragen & Antworten
Wer ist Justin Baldoni?
Justin Baldoni ist ein US-Schauspieler und Regisseur, der unter anderem aus der Fernsehserie „Jane the Virgin" bekannt ist und bei dem Film „Nur noch ein einziges Mal" sowohl Regie führte als auch mitspielte.
Warum fordert Blake Lively acht Millionen Dollar?
Blake Lively hat nach dem außergerichtlichen Vergleich im Mai vom Gericht das Recht erhalten, sich die Anwalts- und Prozesskosten erstatten zu lassen, und hat nun laut in New York eingereichten Unterlagen rund acht Millionen Dollar von Baldoni und Wayfarer Studios eingefordert.
Wie ist der aktuelle Stand der juristischen Auseinandersetzung?
Die Parteien einigten sich im Mai 2025 außergerichtlich; Baldonis Gegenklage war bereits im November des Vorjahres abgewiesen worden, und nun läuft das separate Verfahren zur Erstattung der Anwaltskosten, über dessen Höhe am Ende ein Richter entscheidet.
Baldoni auf Instagram nach Lively-Vergleich: Forderung nach | nachrichten360