Ab dem 1. Juni 2026 erhalten Journalistinnen und Journalisten bei österreichischen Tages- und Wochenzeitungen eine Gehaltserhöhung von 2,7 Prozent. Die Einigung zwischen der Gewerkschaft und dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) wurde am Mittwoch bekannt gegeben.
Wirtschaftliche Herausforderungen
Die Verhandlungen fanden vor dem Hintergrund einer angespannten wirtschaftlichen Lage statt. Herwig Langanger und Gerald Grünberger, die an den Gesprächen beteiligt waren, betonten die schwierigen Rahmenbedingungen.
"Die wirtschaftliche Lage bleibt weiterhin äußerst angespannt und bringt große Herausforderungen sowohl für Medienhäuser verlegerischer Herkunft als auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", erklärten Langanger und Grünberger. Die Aussage unterstreicht die Komplexität der Verhandlungen, bei denen sowohl die Interessen der Medienunternehmen als auch der Beschäftigten berücksichtigt werden mussten.
Die Gewerkschaft GPA hatte sich im Vorfeld für eine höhere Anpassung eingesetzt, konnte sich jedoch mit dem VÖZ auf einen Kompromiss einigen. Die Steigerung von 2,7 Prozent liegt leicht unter der Inflationsrate des Vorjahres, spiegelt aber die aktuellen wirtschaftlichen Realitäten wider.
Details der Vereinbarung
Die Gehaltserhöhung tritt am 1. Juni 2026 in Kraft und gilt für alle Redakteurinnen und Redakteure bei täglich erscheinenden Printmedien sowie Wochenzeitungen. Die Anpassung erfolgt automatisch und muss nicht individuell verhandelt werden.

