Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft erneut gesenkt und rechnet im laufenden Jahr nur noch mit einem Plus von 0,7 Prozent, wie das Institut am Mittwoch in Washington mitteilte.

Der IWF begründete den Schritt mit den anhaltenden Auswirkungen des Energiepreisschocks, der vom Iran-Krieg ausgeht. „Im laufenden Jahr werde sich der Iran-Krieg bemerkbar machen, vor allem durch höhere Energiepreise, teilte der IWF in Washington mit.„, hieß es aus dem Fonds. Damit haben sich die Konjunkturaussichten für Deutschland erneut eingetrübt: Bereits im April hatte der IWF seine Erwartungen zurückgeschraubt, nun korrigierte er sie erneut um 0,1 Prozentpunkte nach unten.

Für 2027 senkte der IWF seine Prognose für Deutschland sogar um 0,2 Prozentpunkte und erwartet dann nur noch ein Wachstum von 1,0 Prozent. Hintergrund ist die Annahme, dass sich die Lage in der für den globalen Energiehandel entscheidenden Meerenge erst bis März 2027 weitgehend normalisieren wird. Bis dahin bleibe die deutsche Industrie, die ohnehin unter hohen Energiepreisen und Problemen im Exportgeschäft leidet, unter Druck.