Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sieht die ostdeutschen Bundesländer ohne ausreichende Zuwanderung vor einem deutlichen Schwund an Arbeitskräften, der bis 2045 besonders Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern treffen werde.
Laut der IW-Analyse ist die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter in Ostdeutschland seit 1995 um nahezu ein Viertel zurückgegangen. Besonders betroffen seien Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo der demografische Wandel den Arbeitsmarkt besonders hart treffe.
Demografischer Wandel trifft Ostdeutschland besonders hart
IW-Experte Philipp Deschermeier erläutert, dass die ostdeutsche Wirtschaft zwar seit Jahren gegen diesen Trend ankämpfe, ein Ende des Schrumpfens aber nicht absehbar sei. Auch binnen zehn bis 20 Jahren bleibe es für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Region problematisch, wenn weit weniger als die Hälfte der Bevölkerung am Arbeitsmarkt aktiv sei.
