In Italien hat der Fall des verurteilten Juweliers Mario R., der nach einem bewaffneten Raubüberfall in Piedmont auf fliehende Täter geschossen hatte, eine politische Debatte über Selbstjustiz, Begnadigung und Wahlkampf ausgelöst.
Im April 2021 drangen drei bewaffnete Räuber in das Juweliergeschäft von Mario R. in Grinzane Cavour in der norditalienischen Region Piemont ein. Sie bedrohten den 72-Jährigen, seine Frau und seine Tochter, leerten die Vitrinen und flohen. R. griff daraufhin zu seiner Waffe, verfolgte die Täter und schoss auf deren Fluchtauto. Dabei starb ein Räuber sofort, ein zweiter wurde verletzt. Der dritte Täter stürzte bei der Flucht und wurde anschließend von R. getötet.
