Die Knesset hat in der Nacht auf Dienstag mit den Stimmen der rechtsnationalen Koalition von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein Gesetz verabschiedet, das Zehntausende ultraorthodoxe Männer vor der Festnahme wegen Wehrdienstverweigerung schützt, woraufhin der Oberste Gerichtshof das Gesetz wenige Stunden später per einstweiliger Verfügung stoppte.

Das Gesetz sollte nach Angaben der Times of Israel die Festnahme von Zehntausenden streng religiösen Männern, die sich der Einberufung entziehen, bis Ende November verbieten. Es trat formal nur kurz in Kraft, bevor die Obersten Richter der Regierung von Benjamin Netanjahu jedoch einen Strich durch die Rechnung machten. Der Oberste Gerichtshof ordnete an, dass so bald wie möglich eine Anhörung zu dem Gesetz stattfinden muss, wie die Times of Israel berichtet.