Jerusalem, 14 Juli 2026

Das israelische Parlament hat am Montag das umstrittene „Thora-Grundgesetz" verabschiedet, das das Studium religiöser Texte als Grundwert des jüdischen Volkes und des Staates Israel festschreibt.

Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich dafür, das Studium religiöser Texte offiziell zu einem „Grundwert des jüdischen Volkes und des Staates Israel" zu erklären. Israel verfügt nach eigenen Angaben über keine formelle Verfassung; stattdessen bestimmen sogenannte „Grundgesetze" den rechtlichen Rahmen des Landes.

Die Verabschiedung gilt als massives Zugeständnis von Benjamin Netanjahu an seine ultraorthodoxen Koalitionspartner. Netanjahu blieb der Abstimmung selbst fern, was die Brisanz der Entscheidung zusätzlich unterstrich.