Das israelische Parlament hat am Abend in dritter und letzter Lesung ein von ultraorthodoxen Parteien gefordertes Gesetz verabschiedet, das das Studium religiöser Texte zu einem "Grundwert des jüdischen Volkes und des Staates Israel" erklärt und ultraorthodoxen Juden erweiterte Möglichkeiten gibt, den Militärdienst zu verweigern.

Mit dem Gesetzesbeschluss sichert sich Regierungschef Benjamin Netanjahu die Unterstützung der ultraorthodoxen Parteien. In den letzten beiden Lesungen stimmten 63 Knesset-Abgeordnete für den entsprechenden Gesetzentwurf, 52 waren dagegen. Der Abstimmung blieb Netanjahu fern.