Israelische Soldaten haben am Wochenende die strategisch bedeutsame Kreuzfahrerfestung Beaufort im Südlibanon erobert und damit den tiefsten Vorstoß auf libanesisches Gebiet seit 26 Jahren vollzogen.

Die Festung aus dem 12. Jahrhundert liegt auf 700 Metern Höhe nördlich des Litani-Flusses und bietet einen weiten Überblick über die Umgebung. Das israelische Militär veröffentlichte Bilder von Soldaten auf dem Höhenzug oberhalb der Stadt Nabatiyeh. Nach Angaben des israelischen Rundfunksenders Kan kam es bei der Einnahme zu Gefechten mit der Hisbollah.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete die Eroberung in einer Videobotschaft als entscheidenden Wendepunkt. Israel sei „vereint, entschlossen und stärker als je zuvor“ zur Burg zurückgekehrt. Netanjahu sprach von einem „dramatischen Kurswechsel“ in der Sicherheitspolitik seines Landes: „Wir haben die Barriere der Angst durchbrochen. Wir ergreifen die Initiative, wir operieren an allen Fronten – in Syrien, im Gazastreifen, im Libanon.“

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Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, die Soldaten würden die Festung als Teil einer Sicherheitszone im Südlibanon halten. „Dies ist eine klare Botschaft an unsere Feinde: Wer die Bürger Israels bedroht, wird seine strategischen Positionen eine nach der anderen verlieren“, sagte Katz. Nach israelischen Medienberichten kündigte er an, dass israelische Soldaten dort bleiben werden.