Israelische Soldaten haben am Wochenende die strategisch bedeutsame Kreuzfahrerburg Beaufort im Südlibanon erobert und damit die tiefste Bodenoffensive seit über 25 Jahren in dem Nachbarland gestartet.

Die israelische Armee veröffentlichte Bilder von Soldaten auf dem Höhenrücken oberhalb der Stadt Nabatijeh, auf denen zu sehen ist, wie eine israelische Flagge auf dem Turm der Festung gehisst wird – zum ersten Mal seit vier Jahrzehnten.

Israel Katz erklärte, die Soldaten würden die Burg Beaufort als Teil einer Sicherheitszone im Südlibanon halten. „Dies ist eine klare Botschaft an unsere Feinde: Wer die Bürger Israels bedroht, wird seine strategischen Positionen eine nach der anderen verlieren“, sagte Katz.

Benjamin Netanjahu bezeichnete die Einnahme in einer Videobotschaft als „dramatischen Kurswechsel“ in der Sicherheitspolitik seines Landes. Israel sei „vereint, entschlossen und stärker als je zuvor“ zur Burg Beaufort zurückgekehrt.

Scharfe Kritik aus Beirut und Paris

Die libanesische Regierung verurteilte das Vorgehen scharf. Ministerpräsident Nawaf Salam warf Israel eine Strategie der „verbrannten Erde und der Kollektivstrafe“ vor und sprach von einem „Versuch, die Geschichte auszuradieren“.