Ein zunächst ungültig erklärtes Visum für den iranischen Nationalspieler Mehdi Torabi hat nach dem 2:2 Irans gegen Neuseeland die sportliche und politische Diskussion um die Fußball-WM in den USA neu befeuert.

Hintergrund: Visumregelung für iranische Mannschaft

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, das Visum des 31-Jährigen sei nach der ersten Einreise in die USA für ungültig erklärt worden. Damit drohte dem Offensivspieler in den kommenden WM-Gruppenspielen möglicherweise das Aus. Die iranische Mannschaft hatte zum Auftakt in Los Angeles 2:2 gegen Neuseeland gespielt.

Bereits vor dem Turnier war bekannt geworden, dass die iranischen Nationalspieler Irans erst am Spieltag in die USA einreisen und noch am gleichen Tag das Land wieder verlassen dürfen. Nach dem Auftaktspiel beschwerten sich Irans Trainer und Spieler darüber, noch am Abend zurück nach Mexiko reisen zu müssen. Kapitän Mehdi Taremi sagte, die Reise habe mehr als fünf Stunden in Anspruch genommen, obwohl die Distanz mit der Strecke zwischen Stuttgart und München vergleichbar sei. Das Team habe zudem den Eindruck erweckt, mit einer Nacht in Kalifornien gerechnet zu haben.