Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat das Hauptverfahren gegen den ehemaligen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte eröffnet, der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit seinem "Anti-Drogen-Krieg" angeklagt ist.
Anklagepunkte und Richterentscheidung
Die Ankläger werfen dem 81-Jährigen vor, für Mord und Mordversuche in mindestens 78 Fällen verantwortlich zu sein. Die Richter des IStGH bestätigten, dass hinreichende Beweise für eine Verurteilung vorliegen. "Es gibt hinreichende Gründe zur Annahme, dass Herr Duterte für Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Mord und versuchten Mord verantwortlich ist", entschieden die Richter.
Duterte, der von 2016 bis 2022 an der Spitze der Philippinen stand, hatte eine brutale Kampagne gegen Drogenkriminalität initiiert, die nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen bis zu 30.000 Todesopfer forderte. Die Anklage konzentriert sich jedoch auf 78 konkrete Fälle, in denen Duterte direkt für die Gewalt verantwortlich gemacht wird.
Hintergrund und Festnahme
Der ehemalige Präsident befindet sich seit März 2025 in Haft. Damals wurde er in Manila auf Grundlage eines Haftbefehls des IStGH festgenommen und in die Niederlande gebracht. Seitdem sitzt er in Den Haag ein, wo nun der Prozess gegen ihn beginnt.

