Berlin, 04 Juli 2026

Der Internationale Literaturpreis des Haus der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin ist in diesem Jahr an den Roman "Die Aussiedlung" des ungarischen Autors Andras Visky verliehen worden.

Der mit insgesamt 35.000 Euro dotierte Preis wurde am Freitagabend zum 18. Mal vom HKW und der Stiftung Elementarteilchen vergeben. Davon gehen 15.000 Euro an die Übersetzerin, wie aus der Bekanntmachung hervorgeht. Der Preis würdigt ein herausragendes Werk der internationalen Gegenwartsliteratur in deutscher Erstübersetzung.

"Die Aussiedlung" erzählt von einer Familie, die in die ostrumänische Steppe deportiert wird. Die Jury beschrieb das ausgezeichnete Buch als ein "eigenwilliges Buch der Gefangenschaft". In ihrer Begründung erklärte sie weiter: „Ein eigensinniges Buch des Bundes: ein Buch über die rätselhafte Fähigkeit von Menschen, sich im Angesicht der Verwüstung aneinander binden zu können, wenn alles andere zerbricht."