Eine Initiative aus der österreichischen Kulturszene hat am Donnerstag mit einem Protestbrief mehr Sendezeit für Kultur im ORF gefordert und warnt vor einem weiteren Abbau.
Die Initiative protestiert gegen den aus ihrer Sicht fortschreitenden "Kulturschwund" beim ORF. Sie fordert die Rücknahme der jüngsten Entscheidungen, eine personelle und budgetäre Aufstockung des Ö1-Programms sowie den Ausbau eigenproduzierter Kunst-, Kultur- und Literaturformate in den ORF-Landesstudios, wie aus dem Protestschreiben hervorgeht. Auch Anna Kim, Arno Geiger, Marlene Streeruwitz, Händl Klaus, Dimitré Dinev, Erwin Wagenhofer und Elfriede Jelinek haben den Brief unterzeichnet.
Konkret betroffene Sendungen
Zur Begründung der Protestnote verweisen die Autorinnen und Autoren auf konkrete Sparmaßnahmen. "Sparmaßnahmen hätten dort bereits zu großen Einschränkungen in der österreichweiten Kulturberichterstattung geführt", heißt es laut APA aus ORF-Kreisen. Die Sendezeit des TV-Magazins "Kulturmontag" wurde demnach um fünf Minuten reduziert – "5 Minuten, die beispielsweise bedeuten, es kann ein Buch vorgestellt werden oder nicht", wie es im Protestschreiben heißt.
