Hongkong, 16 Juli 2026
In Hongkong hat die Polizei bei der dritten Razzia gegen Buchläden binnen weniger Monate fünf Menschen festgenommen, denen die Behörden den Verkauf staatsgefährdender Publikationen vorwerfen.
Hintergrund: Druck auf unabhängige Buchhandlungen
Die Sonderverwaltungszone Hongkong an der Südküste Chinas galt lange als Hort der Meinungsfreiheit. Nach Angaben der Polizei wurden am Mittwoch zwei unabhängige Buchläden durchsucht. Wie die Hongkonger „South China Morning Post" berichtete, handelte es sich bei einem der betroffenen Geschäfte um „Have a Nice Stay", das 2022 von ehemaligen Reportern gegründet worden war. Das Geschäft hatte zuvor online mitgeteilt, am 30. August den Betrieb aus finanziellen Gründen und wegen schwer zu fassender "roter Linien" in Hongkong einzustellen.
