Paris/Rom, 28. Mai 2026

Eine außergewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 39 Grad Celsius hat am Donnerstag in Frankreich und Italien zur Ausrufung der höchsten Warnstufen geführt.

In Frankreich wurde die zweithöchste Hitzewarnstufe auf den Großraum Paris ausgeweitet, insgesamt gilt sie nun für 17 Départements, vor allem im Westen des Landes. Die Temperaturen liegen derzeit zwischen 10 und 15 Grad über dem saisonalen Normalwert, und vielerorts wurden historische Höchstwerte übertroffen.

Die französische Regierung hat für den Nachmittag eine Krisensitzung einberufen. Arbeitsminister Jean-Pierre Farandou appellierte an Bauunternehmen, die Arbeit auf Baustellen bei zu großer Hitze einzustellen, ohne eine genaue Temperaturschwelle zu nennen. Das französische Arbeitsrecht kennt keine festen Grenzwerte für einen Hitzestopp.

Bildungsminister Edouard Geffray schloss eine Verschiebung der anstehenden Abschlussprüfungen an Schulen bislang aus. Gesundheitsministerin Stéphanie Rist rief die Bevölkerung dazu auf, regelmäßig zu trinken, tagsüber die Fensterläden geschlossen zu halten und körperliche Aktivitäten einzuschränken.

Italien: Höchste Warnstufe für mehrere Großstädte