Eine mehrtägige Hitzewelle belastet Italiens Weinwirtschaft und gefährdet nach Einschätzung von Branchenvertretern den Prosecco-Jahrgang 2026, während zugleich Reisbauern und Viehzüchter unter Trockenheit und steigenden Kosten leiden.
Akute Lage im Prosecco-Gebiet
Italiens Landwirtschaft steht unter dem Druck einer seit Tagen anhaltenden Hitzewelle, die die Erwartungen an einen außergewöhnlichen Weinjahrgang 2026 deutlich dämpft. Wie der Bauernverband CIA-Agricoltori Italiani mitteilte, leiden besonders die Trauben unter den hohen Temperaturen, die den Reifeprozess verlangsamen und die Ausbildung der sortentypischen Aromen beeinträchtigen können.
Besonders betroffen ist das Prosecco-Anbaugebiet im Norden Italiens nahe der österreichischen Grenze. Sandro Bottega, Sandro Bottega, warnte, die anhaltende Hitze verlangsame den Reifungsprozess der Trauben. „Dadurch bestehe die Gefahr, dass sich die typischen Aromen nicht vollständig entwickelten oder beeinträchtigt werden“, so Bottega. Sollte es im Juli zu Niederschlägen kommen, könne 2026 sogar ein hervorragender Jahrgang werden – diese Einschätzung teilte Riccardo Cotarella, Riccardo Cotarella. Cotarella betonte zugleich, die Trauben seien derzeit gesund und bis zur Lese bleibe noch ausreichend Zeit.
