Im oberösterreichischen Braunau am Inn ist das Geburtshaus Adolf Hitlers am Mittwoch nach rund dreijährigem Umbau und einer 15 Jahre alten Debatte als Standort einer Polizeiinspektion und eines Bezirkspolizeikommandos eröffnet worden.

Das Gebäude in der Salzburger Vorstadt 15 war nach jahrelangem Rechtsstreit 2017 vom österreichischen Innenministerium enteignet und mit 812.000 Euro entschädigt worden. Seither wurde es für rund 20 Millionen Euro umgebaut. Künftig sollen rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort ihren Dienst versehen. Der Umbau sollte das Haus, das eng mit dem NS-"Führer" und Massenmörder Adolf Hitler verbunden bleibt, in einen Ort verwandeln, der nichts mehr mit seinem einstigen Bewohner zu tun hat. Im Innenministerium spricht man von einer "Neutralisierung" des belasteten Ortes.

Bei der Eröffnung sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), man eröffne nicht nur eine neue Polizeiinspektion, sondern auch "ein neues Kapitel dieses Hauses". Das Gebäude solle zu einem Ort "der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit, der Sicherheit, der Freiheit und der Menschenwürde" werden. Die Polizei sei "ein Garant der Demokratie". Karner betonte in seiner Rede: "Unsere Polizei ist das Gegenteil der dunkelsten Zeit in unserer Geschichte und der NS-Symbolik."