Washington/Teheran, 30. Mai 2026

Trotz tagelanger intensiver Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ist ein Durchbruch für ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der Waffenruhe ausgeblieben, und Pete Hegseth drohte mit der Wiederaufnahme von Angriffen.

Blockade und Warnungen

Die Sicherheitslage in der Straße von Hormus bleibt nach Einschätzung der britischen Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) kritisch. Die US-Marineblockade iranischer Häfen besteht unverändert fort. Die UKMTO empfiehlt allen Schiffen in der Straße von Hormus, den Anweisungen der Blockadekräfte Folge zu leisten, und warnte, dass Nichtbefolgung zu einer „raschen Eskalation“ führen könne.

Nach übereinstimmenden Berichten lag ein von Unterhändlern beider Seiten ausgearbeitetes Rahmenabkommen auf dem Tisch, das eine 60-tägige Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe vorsieht. Demnach sollten erstmals seit Kriegsbeginn Ende Februar wieder vertiefte Verhandlungen über das iranische Atomprogramm aufgenommen werden. Aus US-Kreisen hieß es, nur noch die Zustimmung von Präsident Donald Trump stehe aus.

Trump selbst hatte zuvor mit widersprüchlichen Äußerungen für Verwirrung gesorgt. Auf seiner Plattform Truth Social forderte er, der Iran müsse auf Atomwaffen verzichten und die Straße von Hormus „sofort“ wieder öffnen. Der iranische Vorrat an hochangereichertem Uran müsse „zerstört“ werden. Zudem verlangte er die Räumung von Minen und ein Ende der Blockade der Meerenge „ohne Gebühren“. Im Gegenzug würde die USA ihre Seeblockade beenden.