Die an Hautkrebs erkrankte Silvia Dronsch hat nach einem öffentlichen Wortwechsel mit Bundeskanzler Friedrich Merz einen Brief samt Autogrammkarte aus dem Kanzleramt erhalten, wie eine Regierungssprecherin bestätigte.
Beim Bürgerdialog Ende April in Salzwedel in Sachsen-Anhalt hatte Dronsch den CDU-Politiker auf geplante Einsparungen im Gesundheitswesen angesprochen. Dronsch, die nach eigenen Angaben an Hautkrebs im vierten Stadium erkrankt ist und aus Suhlendorf bei Uelzen in Niedersachsen stammt, kritisierte dabei auch den Plan, kostenlose Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen im Zuge einer Gesundheitsreform abzuschaffen.
Darüber hinaus fragte Dronsch Merz, warum Sparmaßnahmen einseitig zulasten der Bürgerinnen und Bürger gingen, während für Politikerinnen und Politiker eine Erhöhung der Bezüge geplant sei. Merz wies das scharf zurück: "Alles andere ist eine falsche Behauptung. Und ich wäre Ihnen einfach dankbar, wenn Sie das nicht einfach ungeprüft wiederholen." Weder er noch andere hätten erwogen, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung zu erhöhen, sagte der Kanzler.
