Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky hat CDU-Chef Friedrich Merz vorgeworfen, den Kontakt zu Arbeitnehmern verloren zu haben.
Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), wirft CDU-Chef Friedrich Merz mangelnde Nähe zu Arbeitnehmern vor. Der Appell des CDU-Chefs an die DGB-Delegierten, Reformen als Chance zu sehen, verhallte weitgehend ungehört.
Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky hat CDU-Chef Friedrich Merz vorgeworfen, den Kontakt zu Arbeitnehmern verloren zu haben.
Bei einer Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) mit rund 400 Delegierten stieß der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz auf wenig Resonanz. Sein Aufruf, Reformprozesse nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu begreifen und aktiv mitzugestalten, fand kaum Gehör.
Claus Weselsky, der als Gewerkschaftschef der GDL bekannt ist, äußerte im Anschluss deutliche Kritik an Merz. "Herr Merz hat keine Nähe mehr zu den Arbeitnehmern", sagte Weselsky gegenüber MDR AKTUELL. Die Distanz zwischen der Union und den Gewerkschaften sei in den vergangenen Jahren gewachsen.
Die Delegierten des DGB zeigten sich wenig beeindruckt von Merz' Reformappell. Die Gewerkschaftsvertreter, die traditionell eng mit den Belangen der Arbeitnehmer verbunden sind, reagierten zurückhaltend auf die Vorstellungen des CDU-Chefs.
Die mangelnde Resonanz unterstreicht die Schwierigkeiten der Union, in gewerkschaftlichen Kreisen Fuß zu fassen. Die Kritik Weselskys spiegelt dabei eine weitverbreitete Skepsis wider, die unter Arbeitnehmervertretern gegenüber der aktuellen CDU-Führung besteht.