Die Hamburger Umweltbehörde hält es für wahrscheinlich, dass der junge Wolf, der Ende März durch Altona lief und eine Frau verletzte, mittlerweile tot ist.
Der Vorfall hatte Ende März für Aufsehen gesorgt, als das Tier in einem Einkaufszentrum im Hamburger Stadtteil Altona auftauchte und eine Frau biss. Wie die Behörde am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP erklärte, gilt das Tier nun mit hoher Wahrscheinlichkeit als tot: „Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse ist der Tod des Tieres wahrscheinlich.“
Nach dem Biss wurde der junge Wolf im April zunächst in eine Wildtierauffangstation in Niedersachsen gebracht. Am Ostersonntag wurde er dann mit einem Sender ausgestattet und im Süden Hamburgs, an der Grenze zu Niedersachsen, freigelassen. Die Umweltbehörde hatte damals versichert, den Wolf jederzeit orten zu können. „Die Sender seien technisch äußert zuverlässig und erprobt“, so die Behörde.
Vom Einkaufszentrum in die Wildtierstation
Bis Ende Mai liegen die Daten des Senders vor – dann ist der Kontakt abrupt abgerissen. Beim letzten Signal war der Wolf weit weg von Hamburg – im 160 Kilometer entfernten Damme. Seit seiner Freilassung hatte sich das Tier zunehmend von der Hansestadt entfernt und schließlich in einem festen Revier in einer ländlichen Region Niedersachsens eingerichtet, wo es sich laut Behörde „völlig unauffällig und wolfstypisch verhalten“ habe.
