Die Grünen fordern in Österreich Nachbesserungen beim Gender-Budgeting, nachdem eine Analyse des parlamentarischen Budgetdienstes Gleichstellungsaspekte in nur 14 von 68 Artikeln des Budgetbegleitgesetzes 2027–2028 thematisiert hat.

Die Analyse wurde vom parlamentarischen Budgetdienst auf Anfrage einer Oppositionspartei erstellt. Laut den geprüften Angaben wurde Gleichstellungsfragen in der Wirkungsorientierten Folgenabschätzung, kurz WFA, bei 14 der 68 Artikel des Budgetbegleitgesetzes für 2027 und 2028 berücksichtigt. In mehreren Fällen geschah dies lediglich sehr oberflächlich.

Damit greift die Analyse eine Forderung auf, die auch von den Grünen in einem Gender-Budgeting-Statement erhoben wurde. Bei der Verteilung öffentlicher Mittel, aber auch bei Einsparungen in Milliardenhöhe, solle sichtbar werden, welche Menschen von den jeweiligen Entscheidungen betroffen sind.