Großbritannien steht kurz vor seinem siebten Premierminister innerhalb von zehn Jahren, nachdem Labour-Chef Keir Starmer drei Tage nach dem lautstarken Ausschluss eines Rücktritts seinen Abzug aus der Downing Street angekündigt hat, wie mehrere britische Medien berichten.
Ein Jahrzehnt der Wechsel
Am 23. Juni 2016 hatten 51,9 Prozent der Briten, die sich am Referendum beteiligt hatten, für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Zehn Jahre später zeigt sich, dass diese Entscheidung das politische Gefüge des Vereinigten Königreichs nachhaltig erschüttert hat. "Sechs Premiers verbrauchte Großbritannien seit dem Brexit-Referendum", resümiert die Schweizer "Neue Zürcher Zeitung" – mit Starmer nun sieben. Damit wechselt London die Regierungsspitze häufiger als Italien oder Japan, wie Politikanalysten betonen.
