London, 30 Juni 2026

Die britische Regierung hat Pläne vorgestellt, wonach Asylbewerber in Großbritannien die Kosten ihrer Unterbringung und Versorgung in Höhe von bis zu 10.000 Pfund zurückzahlen sollen, bevor sie ein dauerhaftes Bleiberecht beantragen können.

Hintergrund der Reform

Die britische Innenministerin Shabana Mahmood kündigte am Montag an, dass Asylbewerber künftig verpflichtet werden sollen, einen Beitrag zu den Ausgaben des Staates für ihre Unterbringung und Versorgung zu leisten. Nach den Plänen müssen betroffene Erwachsene bis zu 10.000 Pfund (rund 11.600 Euro) pro Person zurückzahlen, sobald sie über ein Einkommen verfügen. Kinder sollen von der Rückzahlungspflicht ausgenommen werden.

Die Rückzahlung soll in monatlichen Raten erfolgen, vergleichbar mit einem Darlehen. Nach den Plänen können Asylbewerber erst dann einen Antrag auf dauerhaftes Bleiberecht stellen, wenn der gesamte Betrag vollständig zurückgezahlt wurde. Die Regelung soll laut den Angaben nicht rückwirkend gelten.