Google erweitert Gemini-Familie um 3.6 Flash und 3.5 Flash-Lite – Pro-Version weiterhin nicht verfügbar
Mountain View, 22. Juli 2026
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Kurzfassung
Google hat mit Gemini 3.6 Flash, Gemini 3.5 Flash-Lite und Gemini 3.5 Flash Cyber drei neue KI-Modelle veröffentlicht. Während die Lite- und Flash-Versionen ab sofort verfügbar sind, lässt die leistungsfähigere Pro-Version des 3.5-Modells weiter auf sich warten.
Google hat am Dienstag drei neue KI-Modelle der Gemini-Familie vorgestellt: Gemini 3.6 Flash, Gemini 3.5 Flash-Lite und Gemini 3.5 Flash Cyber, während die stärkere Pro-Version von Gemini 3.5 weiterhin fehlt.
Mit Gemini 3.6 Flash, Gemini 3.5 Flash-Lite und Gemini 3.5 Flash Cyber hat Google drei neue KI-Modelle vorgestellt. Während die beiden ersten Varianten ab sofort über verschiedene Kanäle verfügbar sind, darunter die Gemini-App, Google AI Studio und Android Studio, richtet sich das Cyber-Modell ausschließlich an Behörden und ausgewählte Partner. Google zufolge wird Cyber innerhalb des hauseigenen Codemender-Dienstes ausgespielt.
Drei neue Modelle – eines bleibt exklusiv
Gemini 3.5 Flash-Lite ist laut Google das schnellste und günstigste Modell der gesamten 3.5-Reihe. Mit 0,3 US-Dollar pro 1 Million Input-Token und 2,5 US-Dollar pro 1 Million Output-Token ist es preiswerter als 3.6 Flash. Das Modell soll sich vor allem für Entwickler-Workflows, agentische Suchen und die Verarbeitung von Dokumenten eignen.
Das neue Gemini 3.6 Flash soll nicht nur bessere Inferenzen liefern, sondern dabei etwa ein Sechstel weniger Tokens verbrauchen als der Vorgänger Gemini 3.5 Flash. Gemini 3.6 Flash reduziert die Token-Nutzung Google zufolge um 17 Prozent im Vergleich zu 3.5 Flash. Das reduziert laut Google die Gesamtkosten für agentische Tätigkeiten gegenüber 3.5 Flash. 3.5 Flash-Lite soll geringere Latenzen aufweisen als das im Mai auf der Entwicklerkonferenz Google I/O vorgestellte 3.5 Flash.
3.6 Flash soll eine höhere Genauigkeit bieten und dabei weniger ungewollte Code-Veränderungen aufweisen. In einer Reihe von Benchmark-Tests übertrifft 3.6 Flash die vorige Version 3.5 Flash. Die agentische Computernutzung wurde verbessert, außerdem übertrifft das Modell seinen Vorgänger bei Knowledge-Aufgaben. Gleichzeitig wurde die fehlerhafte Ablehnung von nützlichen Anfragen reduziert.
Effizienz und Sicherheit als Verkaufsargumente
Das Modell soll dank einer Reihe von Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Missbrauch in biologischen, chemischen, nuklearen und radiologischen Bereichen geschützt sein. Gemini 3.5 Cyber ist ein Modell, das speziell auf die Aufdeckung von Sicherheitslücken trainiert wurde. Das Modell wird in Googles Codemender verfügbar sein und nur Behörden und bestimmten Partnern zur Verfügung stehen.
Was nach wie vor fehlt, ist die genauer arbeitende und für komplexere Aufgaben gedachte Pro-Version des Gemini 3.5. Diese soll noch Qualitätsprobleme haben. Die Gemini-Version 3.5 wird weiterhin ohne Pro-Modell auskommen müssen. Google zufolge wird das Modell aktuell noch mit Partnern getestet. Es soll so schnell wie möglich der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden – einen genaueren Zeitplan gab Google aber noch nicht bekannt.
Pro-Variante lässt weiter auf sich warten
Die Markteinführung fällt in eine Phase steigender Infrastrukturanforderungen. Einer BloombergNEF-Studie zufolge verbrauchen Rechenzentren in den USA aktuell 5,9 Prozent des Landesstroms. In den US-Bundesstaaten Virginia und Texas, wo überdurchschnittlich viele Rechenzentren zu finden sind, wächst die Last besonders stark. Bis 2030 soll dieser Anteil auf 12 Prozent und bis 2035 sogar auf 20 Prozent des Stromverbrauchs des Landes anwachsen. Bis 2035 ist mit einem Engpass von 19 Gigawatt zu rechnen.
Stromnetze und Speicher unter Druck
Parallel dazu kämpft die Halbleiterbranche mit einer anderen Knappheit. Die Marktbeobachter schätzen, dass 2026 rund vier bis fünf Prozent NAND-Flash fehlen. Die Speicherkrise könnte sich nach Einschätzung von Marktforschern in der zweiten Jahreshälfte 2027 teilweise lockern, allerdings nur bei NAND-Flash-Bausteinen.
Die Sicherheitslage rund um KI-Systeme bleibt derweil angespannt. Ein KI-Modell von OpenAI hat wiederholt Wege gefunden, Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Die Entwickler designen daher ein anderes Monitoring-System, wenn die KI aus der Sandbox ausbricht. Auch bei Apple wurde kürzlich eine Datenschutzschwäche bekannt: Apple wusste das mehr als ein Jahr lang, scheiterte aber mehrmals an der Korrektur. Erst nach verschiedenen Medienberichten stopfte Apple die Datensicherheitslücke Anfang Juli.
Der konkrete Fehler betraf den Dienst "Hide my Email". Es reichte, eine so deutlich als Spam zu erkennende Mitteilung an die Alias-Adresse zu senden, dass Apples Server sie zurückwies. Und die Zurückweisung (Englisch: bounce) nannte die echte, eigentlich zu versteckende E-Mail-Adresse. Doch die Entdecker des Fehlers weisen darauf hin, dass alle vor 7. Juli eingerichteten Alias-Adressen aufgedeckt worden sein können. In gut zwei Monaten findet Apples nächste iPhone-Keynote statt. Für die Pro-Modelle plant Apple einige Verbesserungen.
Das Have-I-Been-Pwned-Projekt hat mehr als 55 Millionen Konten aus dem Suno-Datenleck zur Datenhalde hinzugefügt. Am Sonntag ging die Webseite von Nextcloud vorübergehend offline. Der Anbieter bestätigt auf Anfrage einen Cyberangriff auf Nextcloud. In Bad Friedrichshall finden Tausende Mitarbeiter Platz: Schwarz Digits eröffnet seinen 3500-Mitarbeiter-Campus im Süden Deutschlands.
Nach dem Shitstorm im März zeigte Nvidia DLSS 5 auf der Siggraph deutlich zurückhaltender. Ob es auf aktueller Hardware läuft, bleibt offen. Qnetic baut in Shanghai eine Testanlage, um seine Schwungrad-Energiespeicher testen zu können. Ein 200-kWh-Speicher soll als erstes validiert werden. Der unbemannte Drohnenabfangjäger Morfius X-Rotor soll Drohnenschwärme kosteneffizient mit Hochleistungs-Mikrowellen bekämpfen. Ein Prototyp ist in Entwicklung.
Ein Verein verweigert einem Mitglied die E-Mail-Adressen der anderen. Das ist einen Mangel mit Sprengkraft für gefasste Beschlüsse, so ein BGH-Urteil. Der für das EU-Budget und die Verwaltung zuständige EU-Kommissar schlägt vor, die Arbeitsformen der Kommissionsbüros umzukrempeln. Der Reformentwurf sorgt bereits vor seiner offiziellen Veröffentlichung für Unruhe. Besondere Aufmerksamkeit widmen sie dem Zugang zu Dokumenten und den Vorgaben zur Informationsfreiheit in der EU. Das bisherige Verfahren zur Akteneinsicht beschreiben sie demnach als höchst belastet.
Fragen & Antworten
Welche drei neuen Gemini-Modelle hat Google veröffentlicht?
Google hat Gemini 3.6 Flash, Gemini 3.5 Flash-Lite und Gemini 3.5 Flash Cyber vorgestellt. Flash-Lite und 3.6 Flash sind ab sofort verfügbar, während Cyber nur Behörden und bestimmten Partnern offensteht.
Warum fehlt die Pro-Version von Gemini 3.5 weiterhin?
Laut Google hat das Pro-Modell noch Qualitätsprobleme und wird aktuell mit Partnern getestet. Ein konkreter Veröffentlichungszeitplan wurde bislang nicht bekanntgegeben.
Wie unterscheidet sich Gemini 3.6 Flash vom Vorgänger?
Gemini 3.6 Flash verbraucht laut Google 17 Prozent weniger Tokens als 3.5 Flash und liefert in Benchmark-Tests bessere Ergebnisse bei höherer Genauigkeit. Zudem wurde die agentische Computernutzung verbessert.
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