Wien, 13 Juli 2026

Ein gerichtlicher Entscheid rekonstruiert, warum ein 21-jähriger Syrer, der im Dezember wegen Vergewaltigung rechtskräftig verurteilt worden war, wochenlang nicht in Haft kam und mutmaßlich eine 16-Jährige in Wien sexuell missbrauchte.

Ausgebliebener Haftantritt in Wiener Neustadt

Der 21-jährige Syrer hätte seine Haftstrafe in der Justizanstalt Wiener Neustadt verbüßen sollen. Der Strafantritt war laut der Tageszeitung Standard für den 3. Juli vorgesehen. Wie aus dem nun vorliegenden Gerichtsentscheid hervorgeht, erschien der 21-Jährige jedoch nicht. Die zuständige Justizanstalt hatte dem Landesgericht Wiener Neustadt zu diesem Zeitpunkt noch keinen entsprechenden Bericht übermittelt, wie aus der Entscheidung zitiert wird: „Das Landesgericht in Wiener Neustadt wusste nichts vom Nichtantritt der Strafe. Die zuständige Justizanstalt hatte noch keinen entsprechenden Bericht übermittelt."