Johannes Pressl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes und Bürgermeister der niederösterreichischen Marktgemeinde Ardagger, äußerte in der ZiB2 am Mittwochabend Kritik an den Plänen für eine verlängerte Volksschulzeit von sechs Jahren.
Praktische Grenzen und Investitionsbedarf
Pressl verwies auf die praktischen Herausforderungen: In Österreich gibt es rund 3.000 Volksschulen, viele davon sind sehr klein. "Da fehlt einfach der Platz", sagte er in der ZiB2. Zudem sprach er von einem Investitionsstau von rund 900 Millionen Euro. "Wenn man das haben will, dann muss man richtig Geld in die Hand nehmen", betonte er.
Die Debatte um eine spätere Trennung von Kindern im Bildungssystem stößt bei den Gemeinden auf Skepsis. Pressl sieht eine Zusammenlegung von Schulstandorten kritisch. Er argumentiert, dass das bestehende System im ländlichen Raum gut funktioniere und die Schule Teil der Identität und des Ortslebens sei.

