Ein gefälschter BBC-Bericht verbreitet sich im Internet und behauptet fälschlicherweise, dass ein gestohlenes Gemälde aus Italien im Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hängt. Die Falschmeldung wurde von einem Netzwerk verbreitet, das mit dem russischen Militärgeheimdienst in Verbindung steht.

Falscher Bericht und manipulierte Beweise

Der gefälschte Bericht behauptet, dass ein Gemälde des französischen Malers Paul Cezanne aus einem Museum in der Nähe von Parma in Italien gestohlen und Selenskyj von der Mafia übergeben worden sei. Als Beweis wurde ein manipuliertes Video verbreitet, in dem das Cezanne-Gemälde in eines von Selenskyjs Videobotschaften hineinretuschiert wurde. Ursprünglich hing dort ein Werk des ukrainischen Künstlers Andrij Tschebotaru.

Die BBC hat den Bericht als Fälschung zurückgewiesen und betont, dass sie nicht für dessen Erstellung verantwortlich ist. Die Beweise im Video seien gefälscht, so die britische Rundfunkanstalt. Die genauen Motive hinter der Desinformationskampagne sind unklar, doch die Verbreitung erfolgte über ein Netzwerk, das mit russischen Geheimdiensten verbunden ist.

Hintergrund und Verbreitung der Falschmeldung

Die Falschmeldung zielt darauf ab, Selenskyj in ein negatives Licht zu rücken und ihm Verbindungen zur organisierten Kriminalität zu unterstellen. Die Behauptung, ein gestohlenes Kunstwerk sei in seinem Besitz, soll gezielt Zweifel an seiner Integrität säen. Solche Taktiken sind in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrfach eingesetzt worden, um politische Gegner zu diskreditieren.