Magyarkanizsa, Serbien, 5. April 2026 Nach dem Fund eines Sprengsatzes in der Nähe der ungarischen Grenze hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán den Verteidigungsrat einberufen, während serbische Sicherheitskräfte mit Drohnen und Hubschraubern nach weiteren gefährlichen Substanzen suchen.
Großangelegte Suchaktion im Grenzgebiet
Einheiten der serbischen Polizei und Armee durchkämmen seit dem 5. April 2026 das Gebiet um Magyarkanizsa (serbisch: Kanjiza) nahe der ungarischen Grenze. Die Operation wird durch den Einsatz von Drohnen und Hubschraubern unterstützt, um verbotene Substanzen aufzuspüren, die eine Gefahr für die Bevölkerung und kritische Infrastruktur darstellen könnten. Die Suchaktion erfolgt in enger Abstimmung mit ungarischen Behörden, nachdem zuvor ein Sprengsatz in der Region entdeckt worden war.
Die genauen Umstände des Sprengstofffunds sind noch unklar, doch die Lage hat in Budapest zu erhöhter Alarmbereitschaft geführt. Ungarn hat in den vergangenen Jahren mehrfach vor Sicherheitsrisiken im Grenzgebiet gewarnt, insbesondere im Zusammenhang mit kritischer Infrastruktur wie der Turkstream-Pipeline. Die Pipeline, die russisches Gas durch die Balkanregion transportiert, gilt als mögliches Ziel für Sabotageakte.
Politische Reaktionen und Verteidigungsrat
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán reagierte umgehend auf den Vorfall und berief den nationalen Verteidigungsrat ein. Das Gremium, das in Krisensituationen zusammenkommt, soll die nächsten Schritte koordinieren und die Sicherheitslage bewerten. Orbán steht seit langem in engem Austausch mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, insbesondere in Fragen der Grenzsicherheit und Energieinfrastruktur.

