Frau und Kleinkinder in Wien-Floridsdorf attackiert: 40-Jähriger flüchtig
Wien, 17. Juli 2026
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Kurzfassung
In einem Mehrparteienhaus in Wien-Floridsdorf hat ein 40-jähriger Mann am Donnerstagabend seine 36-jährige Ex-Frau und die beiden gemeinsamen Kleinkinder attackiert. Die Polizei fahndet intensiv nach dem flüchtigen Verdächtigen, der bereits polizeilich bekannt war.
Ein 40-jähriger Mann hat am Donnerstagabend in einem Mehrparteienhaus im Wiener Bezirk Floridsdorf seine 36-jährige Ex-Frau attackiert und ist anschließend geflüchtet; die Frau und die beiden Kleinkinder im Alter von einem und zwei Jahren wurden notfallmedizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.
Lage am Tatabend und Einsatzkräfte
Wie die Wiener Polizei mitteilte, wurden die Beamten wegen eines lautstarken Streits in das Mehrparteienhaus in Floridsdorf gerufen. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf die verletzte 36-Jährige sowie ihre beiden Kinder im Alter von einem und zwei Jahren. Der Rettungsdienst versorgte die Familie notfallmedizinisch und brachte sie anschließend in ein Krankenhaus.
Gegenüber der Polizeiinspektion Kürschnergasse gab die Frau an, ihr 40-jähriger Ex-Ehemann habe sie im Stiegenhaus aus dem Aufzug gezerrt. Anschließend soll der Mann die Frau mit Faustschlägen und Tritten attackiert haben, wie die Exekutive erklärte: „Anschließend soll der 40-Jährige die Frau mit Faustschlägen und Tritten attackiert haben", so die Exekutive. Bei dem Angriff kippte zudem der Kinderwagen um, wobei eines der Kinder verletzt wurde.
Ablauf der Attacke im Stiegenhaus
Der Polizeisprecher sagte der APA, dass der Verdächtige bereits einschlägig polizeibekannt gewesen sei. Bei dem Flüchtigen handelt es sich um einen 40-jährigen Russen, der laut den Angaben als Ex-Ehemann in familiärer Beziehung zu der 36-Jährigen stand. Die beiden Kinder sind nach derzeitigem Stand ein und zwei Jahre alt.
Fahndung und Hinweise an die Polizei
Die Polizei fahndet intensiv nach dem Mann, wie die Beamten betonten: „Nach dem 40-Jährigen wird weiterhin intensiv gefahndet", erklären die Beamten. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief bislang jedoch ohne Erfolg. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 01-31310-64340 bei der Polizeiinspektion Kürschnergasse entgegen.
Hintergrund der Tat ist nach ersten Erkenntnissen ein Beziehungsstreit zwischen den ehemaligen Ehepartnern. Die genauen Hintergründe des Angriffs sowie der genaue Ablauf werden derzeit von der Polizei ermittelt. Die Behörden prüfen unter anderem, in welchem Umfang der Verdächtige vor der Tat Zugang zu der Wohnung oder dem Stiegenhaus hatte.
Hilfsangebote für betroffene Frauen
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, unter anderem Hilfe und Informationen bei folgenden Anlaufstellen: Die Frauen-Helpline ist online unter frauenhelpline.at sowie telefonisch unter 0800-222-555 erreichbar. Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) informiert unter aoef.at, der Frauenhaus-Notruf ist unter 057722 erreichbar. Die österreichischen Gewaltschutzzentren bieten unter 0800/700-217 Beratung, der Polizei-Notruf ist 133.
Die Wiener Polizei richtete nach Bekanntwerden des Vorfalls eine eigene Ermittlungsgruppe ein. Dabei wird auch geprüft, ob zwischen dem Verdächtigen und seinen früheren Partnern weitere polizeilich relevante Vorfälle dokumentiert wurden. Die Behörden kündigten zudem an, die Öffentlichkeit über relevante Entwicklungen im Fahndungsverlauf zu informieren.
Hintergrund: familiäre Gewalt in Wien
Der Vorfall in Wien-Floridsdorf reiht sich in eine Reihe von Gewaltdelikten im familiären Umfeld ein, die in den vergangenen Jahren in der Bundeshauptstadt registriert wurden. Die Stadt Wien und das Innenministerium verweisen in solchen Fällen regelmäßig auf die bestehenden Hilfsangebote. Auch die Wiener Polizei betont die Bedeutung früher Meldungen und schneller Hilfe durch Nachbarn und Angehörige.
Floridsdorf ist der einwohnerstärkste Bezirk Wiens und umfasst sowohl dicht bebaute Gründerzeitviertel als auch neuere Wohnsiedlungen. In Mehrparteienhäusern kommt es nach Polizeiangaben immer wieder zu Einsätzen wegen familiärer Gewalt. Die Beamten rufen Nachbarinnen und Nachbarn in solchen Situationen dazu auf, laute Auseinandersetzungen unverzüglich über den Polizei-Notruf 133 zu melden.
Familienrechtliche Konflikte mit Ex-Partnern gelten in der polizeilichen Präventionsarbeit als Risikofaktor. In Wien wurden in den vergangenen Jahren mehrere Programme ausgebaut, um Betroffene früher zu erreichen. Dazu zählen etwa die behördenübergreifende Zusammenarbeit mit Gewaltschutzzentren sowie Schulungen für Einsatzkräfte.
Ermittlungen und weitere Schritte
Die Polizeiinspektion Kürschnergasse in Floridsdorf ist die zuständige Dienststelle für den Bereich, in dem sich der Vorfall ereignete. Sie koordiniert die laufenden Ermittlungen und bündelt die eingehenden Hinweise. Anruferinnen und Anrufer, die sachdienliche Angaben zum Aufenthaltsort des Verdächtigen machen können, werden gebeten, sich unter der oben genannten Nummer zu melden.
Die APA berichtete unter Berufung auf den Polizeisprecher über den polizeilich bekannten Hintergrund des Verdächtigen. Demnach war der 40-Jährige bereits in der Vergangenheit wegen einschlägiger Delikte aktenkundig. Solche Vorerfahrungen haben bei vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit stets eine zentrale Rolle in den Ermittlungen gespielt.
Der Vorfall ereignete sich am späten Donnerstagabend in einem Mehrparteienhaus, wie mehrere Wiener Tageszeitungen übereinstimmend berichteten. Die genauen Verletzungen der Frau und der beiden Kinder wurden von der Polizei nicht im Detail veröffentlicht. Das Krankenhaus, in das die Familie gebracht wurde, äußerte sich zunächst nicht zum Gesundheitszustand der Betroffenen.
In den kommenden Tagen wollen die Ermittlerinnen und Ermittler unter anderem die Spurenlage im Stiegenhaus sowie am Aufzug auswerten. Auch die Auswertung von Videoaufzeichnungen aus dem Wohnhaus ist Bestandteil der Ermittlungen. Die Polizei schloss nicht aus, dass sich die Fahndung über den Bezirk Floridsdorf hinaus auf andere Wiener Bezirke und das Umland ausdehnt.
Die Wiener Polizei bat die Bevölkerung erneut, keine eigenständigen Suchaktionen nach dem Verdächtigen zu unternehmen. Stattdessen sollten Wahrnehmungen, die mit dem Fall in Verbindung stehen könnten, ausschließlich über die Polizeiinspektion Kürschnergasse gemeldet werden. Auch Hinweise über soziale Medien oder Messenger-Dienste nimmt die Polizei nach eigenen Angaben entgegen.
Fragen & Antworten
Was ist in Wien-Floridsdorf geschehen?
Ein 40-jähriger Mann hat am Donnerstagabend in einem Mehrparteienhaus in Wien-Floridsdorf seine 36-jährige Ex-Frau attackiert und ist anschließend geflüchtet. Die Frau und die beiden Kleinkinder im Alter von einem und zwei Jahren wurden verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.
Wie wird der Verdächtige beschrieben?
Bei dem Flüchtigen handelt es sich um einen 40-jährigen Russen, der laut Polizei bereits einschlägig polizeilich bekannt war. Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer 01-31310-64300 bei der Polizeiinspektion Kürschnergasse entgegen.
Welche Hilfsangebote gibt es für betroffene Frauen in Österreich?
Betroffene Frauen können sich an die Frauen-Helpline unter 0800-222-555, den Frauenhaus-Notruf 057722 oder die Gewaltschutzzentren unter 0800/700-217 wenden. In akuten Situationen ist zudem der Polizei-Notruf 133 erreichbar.
Wien-Floridsdorf: Ex-Mann attackiert Frau und Kinder | nachrichten360