Der österreichische Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hat am Montag über eine persönliche Presseaussendung bekannt gegeben, dass bei ihm ein Lymphom, im Volksmund auch Lymphdrüsenkrebs, diagnostiziert wurde.
Marterbauer erklärte, seine Heilungschancen seien sehr gut. Gleichzeitig bat er die Öffentlichkeit, offen, aber fair und respektvoll mit seiner Erkrankung umzugehen. Wie es um seine Amtsführung in den kommenden Wochen bestellt sein wird, ließ er zunächst offen.
Die Nachricht löste in der heimischen Politik umgehend eine Debatte über den richtigen Umgang mit gesundheitlichen Einschränkungen von Amtsträgern aus. Der burgenländische Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) verwies im profil-Interview auf eine grundsätzliche Verantwortung: „Wenn man als Politiker in der Öffentlichkeit steht, Operationen hat und immer wieder einmal nicht da ist, hat die Bevölkerung zumindest ein Recht darauf, zu erfahren, was los ist." Doskozil äußerte sich dabei auch vor dem Hintergrund seiner eigenen Halserkrankung.
