Auf dem FDP-Bundesparteitag in Berlin ist Wolfgang Kubicki am Samstag zum neuen Bundesvorsitzenden der Freien Demokraten gewählt worden.

Überraschende Gegenkandidatur

Der 74-Jährige setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, durch. Kubicki erhielt 390 der 658 gültigen Delegiertenstimmen, was 59,3 Prozent entspricht. Auf Strack-Zimmermann entfielen 259 Stimmen. Vier Delegierte enthielten sich, fünf stimmten gegen beide Kandidaten.

Die Kandidatur Strack-Zimmermanns war eine Überraschung. Bis kurz vor der Wahl galt Kubicki als einziger Bewerber um die Nachfolge von Christian Dürr. Strack-Zimmermann wurde von 33 Delegierten nominiert – genau die nach der Parteisatzung erforderliche Zahl für eine spontane Kandidatur. Der nordrhein-westfälische Delegierte Joachim Stamp brachte den Vorschlag ein.