Ein 23-jähriger Mann, der in Wien als Chauffeur für eine Bande tätig war, die sich am Telefon als Polizisten ausgab und hochbetagte Opfer um Bargeld und Wertgegenstände brachte, ist am Donnerstag am Wiener Landesgericht verurteilt worden.
Schuldspruch und Strafe
Der Angeklagte wurde wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte eine Haftstrafe von zwei Jahren, wovon acht Monate unbedingt sind. Angesichts seiner bisherigen Unbescholtenheit kam der junge Mann mit einer teilbedingten Strafe davon.
Wie aus der Verhandlung hervorging, wurde der 23-Jährige Anfang Jänner dieses Jahres von der Bande angeworben. Er chauffierte die Täter zu den Wohnungen der Opfer, wartete im Auto und brachte die Bande samt Beute anschließend wieder weg. In zumindest fünf Fällen habe er so zwischen Anfang Jänner und Mitte April falsche Polizisten herumgefahren und gewartet, bis diese von den hochbetagten Opfern, wie es der Staatsanwalt formulierte, 'ihre Lebensersparnisse übergeben bekommen haben'.
