Der ehemalige SPÖ-Landeschef Georg Dornauer wird keinen weiteren Rechtsweg gegen seinen Ausschluss aus der Sozialdemokratischen Partei beschreiten. Das gab der 43-jährige Landtagsabgeordnete am Dienstag bekannt.

Kritik an SPÖ und Zukunftsperspektiven

Dornauer äußerte scharfe Kritik an seiner früheren Partei und kündigte an, sich zunächst als "kritischer Oppositionspolitiker" zu positionieren. Er wolle das Jahr 2026 nutzen, um "als freier Landtagsabgeordneter" die politische Lage zu analysieren und zu prüfen, "wie eine vernünftige Politik möglich ist".

"Erkenntnisse gewinnen" und "kritische Oppositionspolitik betreiben" seien seine vorrangigen Ziele, erklärte Dornauer. Eine Rückkehr zur SPÖ schloss er kategorisch aus: "Fakt sei aber jedenfalls, dass mit dieser SPÖ weder auf Bundes- noch auf Landesebene eine gedeihliche Zusammenarbeit möglich ist."

Angriffe auf Parteiführung und politische Ausrichtung

Der ehemalige Landesparteichef griff sowohl die Bundes-SPÖ als auch die Tiroler Landesorganisation scharf an. Beide seien durch eine "personell zunehmend linke Besetzung" auf dem "Weg in die linke Bedeutungslosigkeit", so Dornauer.

"Eine vernünftige Politik für vernünftige Menschen ist damit nicht mehr möglich", führte er weiter aus. Diese Aussagen unterstreichen die tiefe Kluft zwischen dem Politiker und seiner ehemaligen Partei, die bereits zuvor durch interne Konflikte geprägt war.