Europacup-Auslosung: Sturm empfängt Heart of Midlothian, Rapid und Austria kennen mögliche Gegner
Wien, 17 Juni 2026
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Kurzfassung
Sturm Graz trifft in der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde auf Heart of Midlothian aus Edinburgh, Rapid und Austria Wien steigen in der Conference-League-Quali ein. Die Lose wurden am Mittwoch in Nyon gezogen, erste Heimspiele sind Ende Juli angesetzt.
Wien, 17 Juni 2026
Sturm Graz empfängt in der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League den schottischen Vizemeister Heart of Midlothian aus Edinburgh, während Rapid Wien und Austria Wien in der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Conference League starten.
Sturms Los: Heart of Midlothian statt Gornik
Die Auslosung in Nyon brachte am Mittwochmittag Klarheit für die österreichischen Europacup-Teilnehmer. Sturm Graz, österreichischer Vizemeister, trifft im zweiten Qualifikationsduell der Königsklasse auf den schottischen Vizemeister Heart of Midlothian. Das Hinspiel findet am 21. oder 22. Juli in Graz-Liebenau statt, das Rückspiel in Schottland folgt am 28. oder 29. Juli.
Die Grazer hatten bei der Auslosung nur zwei mögliche Gegner: Heart of Midlothian oder den polnischen Verein Gornik Zabrze. Das Los entschied zugunsten des Traditionsclubs aus Edinburgh. Ein Weiterkommen würde Sturm Graz in die dritte Runde des „Ligaweges" der Champions-League-Qualifikation bringen.
Parensen: „Hearts ist ein Zeichen der Qualität"
Sport-Geschäftsführer Michael Parensen zeigte sich mit dem Los nicht unzufrieden. „Der zweite Platz der Hearts in der schottischen Liga, noch vor den Rangers, ist sehr hoch einzuschätzen und ein Zeichen ihrer Qualität", sagte Parensen vor der Auslosung. „Ich bin der Meinung, dass man bei den Hearts eher weiß, was man bekommt als bei Gornik." Klares Ziel sei das Weiterkommen: „Nichtsdestotrotz gehen wir natürlich mit dem Ziel in dieses Duell, in die nächste Runde einzuziehen."
Cheftrainer Fabio Ingolitsch bereitet die Mannschaft auf den Europacup-Sommer vor. Co-Trainer Simon Seidl kündigte an: „wir in der Vorbereitung richtig Gas geben, dass wir so gut wie möglich diese Spiele bestreiten". Das Duell mit den Schotten wird die erste ernste Standortbestimmung der Steirer nach der Sommerpause.
Steinwender als bekannter Faktor
Auf Seiten der Hearts steht ein bekannter Name im Kader: Der österreichische Innenverteidiger Michael Steinwender ist bei den Schotten in der Innenverteidigung gesetzt. „Bei den Hearts agierte letzte Saison der Österreicher Michael Steinwender in der Verteidigung", heißt es in der Meldung. Steinwender war Teil der Mannschaft, die Mitte Mai am letzten Spieltag den schottischen Meistertitel gegen Celtic Glasgow noch verspielt hatte.
Thomas Tebbich, kaufmännischer Geschäftsführer von Sturm Graz, betonte die Bedeutung des Heimspiels im eigenen Stadion: „Jeder weiß, welche Wucht unsere Fans in diesem Stadion entfachen können – gerade an europäischen Abenden. Ein großer Dank gilt der Stadionverwaltung, mit der wir in ständigem Austausch stehen und die alles darangesetzt hat, dass die notwendigen Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen werden."
Baustelle Graz-Liebenau vor dem Anpfiff
Das Stadion Graz-Liebenau wird derzeit umfassend modernisiert. Nach Angaben von Stadion-Chefin Eva Sonnleitner wurde unter anderem der Rasen neu verlegt. Zusätzlich ist eine neue Flutlichtanlage in Installation, deren Verkabelung 30 Kilometer umfasst. Die neue Beleuchtung soll den UEFA- und FIFA-Vorschriften entsprechen. Zudem wird am Marathontor auf der Nordseite des Stadions noch gearbeitet, ein Namenssponsor für die Arena wurde bisher nicht gefunden.
Rapid und Austria in der Conference League
In der Conference League steigen die beiden Wiener Großklubs Rapid und Austria in der zweiten Qualifikationsrunde ein. Die Hinspiele finden am 23. Juli statt, die Rückspiele am 30. Juli. Rapid ist dabei bereits bis zum Play-off gesetzt. Unter den möglichen Gegnern für die Hütteldorfer befindet sich mit Dunajská Streda ein ungewohnter Name – der slowakische Verein wird seit kurzem von Robert Klauß betreut, der frühere Rapid-Cheftrainer.
Zu den weiteren möglichen Gegnern Rapid Wiens in der zweiten Qualifikationsrunde zählen Motherwell aus Schottland, IFK Göteborg aus Schweden, Beitar Jerusalem und Hapoel Tel Aviv aus Israel sowie Neftchi Baku aus Aserbaidschan. Das genaue Los wird in einer eigenen Auslosung ermittelt.
Austria Wien könnte es nach einem Weiterkommen mit gesetzten Gegnern im Play-off zu tun bekommen. „müssten die Veilchen bei einem Weiterkommen gegen gesetzte Gegner antreten", heißt es in der Meldung. Die Wiener treffen in der zweiten Qualifikationsrunde ebenfalls auf einen noch zu ermittelnden Kontrahenten.
Salzburg, LASK und der weitere Fahrplan
Bereits fix im Spiel ist unterdessen Red Bull Salzburg. Der Tabellendritte aus der Mozartstadt startet in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League, gespielt wird am 6. und 13. August. Der frischgebackene österreichische Meister LASK steigt direkt im Champions-League-Play-off ein, die Auslosung dafür erfolgt am 3. August. Die Hinspiele werden am 18./19. August ausgetragen, die Rückspiele folgen eine Woche später am 25./26. August.
Parallel zu den Europacup-Planungen läuft die Fußball-WM, die in diesen Tagen stattfindet. „Während die Fußball-WM in vollem Gange ist, richten die österreichischen Vereine ihren Blick bereits auf die kommende Saison", schrieb die APA. Bei Sturm Graz beginnt der Weg Richtung Ligaphase also wenige Tage nach Ende des Turniers mit dem Heimspiel gegen Heart of Midlothian.
Der polnische Verein Gornik Zabrze, der ebenfalls als möglicher Gegner Sturms im Los gewesen war, war heuer Vizemeister und Pokalsieger in Polen. Bei Gornik beendete Weltmeister Lukas Podolski im Alter von 40 Jahren in dieser Saison seine aktive Karriere. 86 Prozent der Vereinsanteile gehören dem früheren deutschen Nationalspieler.
Während die Austrianer mit dem EM-Nachhall in die Qualifikation starten, blicken die österreichischen Klubs bereits nach vorne. Für Sturm Graz beginnt die Europacup-Saison mit einer klaren Aufgabe gegen einen schottischen Traditionsverein, für Rapid und Austria mit noch offenen, aber durchaus namhaften Gegnern in der Conference League. Die Baustellen in Graz-Liebenau sollen bis zum Anpfiff am 21. oder 22. Juli abgeschlossen sein.
Insgesamt stehen den österreichischen Vereinen in der kommenden Europacup-Saison vier verschiedene Bewerbe mit unterschiedlichen Einstiegsrunden bevor. Die Terminlage ist eng: Innerhalb von vier Wochen müssen Sturm, Rapid und Austria in der zweiten Qualifikationsrunde bestehen, ehe Salzburg, LASK und mögliche Aufsteiger in den Folgerunden eingreifen.
Fragen & Antworten
Auf wen trifft Sturm Graz in der Champions-League-Qualifikation?
Sturm Graz empfängt im Hinspiel am 21. oder 22. Juli den schottischen Vizemeister Heart of Midlothian aus Edinburgh; das Rückspiel in Schottland steigt am 28. oder 29. Juli.
Wer ist Michael Steinwender und welche Rolle spielt er bei den Hearts?
Michael Steinwender ist ein österreichischer Innenverteidiger, der in der abgelaufenen Saison bei Heart of Midlothian in der Verteidigung spielte und dort als gesetzt gilt.
Welche möglichen Gegner hat Rapid Wien in der Conference-League-Qualifikation?
Rapid Wien könnte in der zweiten Qualifikationsrunde auf Dunajská Streda, Motherwell, IFK Göteborg, Beitar Jerusalem, Hapoel Tel Aviv oder Neftchi Baku treffen.
Sturm gegen Hearts, Rapid und Austria: Europacup-Auslosung | nachrichten360