Die Europäische Union hat ihre laufende finanzielle Unterstützung der Kunstbiennale in Venedig in Höhe von zwei Millionen Euro beendet, nachdem Russland in diesem Jahr erstmals seit Beginn seiner Vollinvasion in die Ukraine im Februar 2022 wieder an der Ausstellung teilnimmt.

Die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) habe nach einer rechtlichen Bewertung und auf Empfehlung der EU-Kommission entschieden, den mit zwei Millionen Euro dotierten Zuschuss an die Fondazione La Biennale di Venezia zu beenden, teilte ein Kommissionssprecher in Brüssel mit. Zwei Kommissionsmitglieder, Glenn Micallef und Henna Virkkunen, kritisierten die Entscheidung der Biennale-Leitung, russische Beiträge zuzulassen.

Die beiden Politikerinnen beziehungsweise Politiker formulierten ihre Kritik mit klaren Worten: „Diese Entscheidung der Fondazione Biennale ist nicht vereinbar mit der kollektiven Reaktion der EU auf die brutale Aggression Russlands“, hieß es in einer Stellungnahme. Ein Sprecher der Kommission ergänzte: „Kulturvorhaben, die mit europäischen Steuergeldern finanziert werden, sollten demokratische Werte wahren sowie offenen Dialog, Vielfalt und Meinungsfreiheit fördern – Werte, die im heutigen Russland nicht geachtet werden.“