Die EU-Kommission hat am Donnerstag die Einfuhr von Rindfleisch aus Brasilien ausgesetzt und reagiert damit auf offene Fragen zur Einhaltung europäischer Produktionsstandards.
Die Maßnahme wurde in Brüssel von der zuständigen Behörde angeordnet und betrifft sämtliche Einfuhren von brasilianischem Rindfleisch in die Europäische Union. Hintergrund sind Bedenken hinsichtlich der Konformität der brasilianischen Produktionsprozesse mit den geltenden EU-Vorschriften. Die Kommission sprach von einem Vorsichtsprinzip und betonte, der Schritt erfolge unabhängig von politischen Erwägungen.
Hintergrund der Maßnahme
Gleichzeitig stellte die Kommission in Aussicht, dass die Wiederaufnahme von Geflügelexporten aus Brasilien innerhalb weniger Wochen erfolgen könne, sofern die laufende Überprüfung positiv ausfällt und die EU-Mitgliedstaaten dem zustimmen. Die kürzeren Produktionszyklen in der Geflügelindustrie ermöglichten eine zügigere Neubewertung als bei Rindfleisch, erklärte die Behörde.
