Die Europäische Union plant ein Treffen mit Vertretern der Taliban in Brüssel, um über die Rückführung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan zu verhandeln.
Die Europäische Union arbeitet an einem Folgetreffen mit den Taliban in Brüssel, um über Abschiebungen nach Afghanistan zu beraten. Bereits im Jänner fand ein erstes Gespräch in Kabul statt, wie ein EU-Sprecher bestätigte.
Die Europäische Union plant ein Treffen mit Vertretern der Taliban in Brüssel, um über die Rückführung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan zu verhandeln.
Wie ein Sprecher der EU bestätigte, hatten bereits im Januar 2026 EU-Vertreter ein Treffen mit den de-facto-Behörden in Kabul abgehalten. Nun werde an einem möglichen Folgetreffen auf technischer Ebene in Brüssel gearbeitet, um die Gespräche fortzusetzen.
"EU-Vertreter seien bereits im Jänner zu einem Treffen nach Kabul gereist und die EU arbeite nun 'an einem möglichen Folgetreffen auf technischer Ebene in Brüssel mit den de facto-Behörden in Afghanistan, um diese Gespräche fortzusetzen'", erklärte der Sprecher. Die Gespräche sollen dazu dienen, praktische Fragen der Rückführung abgelehnter Asylbewerber zu klären.
Die Einladung der Taliban nach Brüssel stellt eine politisch sensible Entscheidung dar. Die EU erkennt die Taliban zwar nicht offiziell als Regierung Afghanistans an, sieht jedoch die Notwendigkeit, mit den de-facto-Machthabern über Rückführungen zu verhandeln.
Die Gespräche könnten den Weg für eine Rücknahmeabkommen ebnen, das die Abschiebung von Afghanen aus EU-Staaten erleichtern würde. Bislang gestaltet sich die Rückführung aufgrund der unsicheren Lage in Afghanistan und fehlender Kooperation der Taliban schwierig.
Die EU-Kommission betonte, dass bei den geplanten Gesprächen humanitäre Standards im Vordergrund stehen sollen. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit den Taliban von Menschenrechtsorganisationen kritisch beobachtet.