Die Europäische Union arbeitet an einem "Single Ticketing"-System, das Bahnreisen bis 2026 so einfach machen soll wie den Kauf eines Flugtickets.
Die EU will Bahnreisen mit einem einheitlichen Ticketsystem vereinfachen. Studien zeigen, dass die Zahl der Bahnreisenden um über 40 Prozent steigen könnte, wenn die Buchung einfacher wäre.
Die Europäische Union arbeitet an einem "Single Ticketing"-System, das Bahnreisen bis 2026 so einfach machen soll wie den Kauf eines Flugtickets.
Das Projekt "Single Ticketing" soll die Buchung von Zugfahrten innerhalb der EU deutlich vereinfachen. Vergleichbar mit dem Wegfall der Roaminggebühren für Mobilfunk in Europa, könnte die Initiative die Attraktivität der Bahn deutlich steigern.
Sophia Kircher, ÖVP-Europaabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses im EU-Parlament, betonte die Bedeutung des Vorhabens: "Es darf nicht einfacher sein, einen Flug nach Australien ans andere Ende der Welt zu buchen als eine Zugsfahrt von Wien nach Prag."
Studien deuten darauf hin, dass die Anzahl der Bahnreisenden auf Langstrecken um mehr als 40 Prozent steigen könnte, wenn die Buchung einfacher würde. Dies könnte nicht nur den Verkehr entlasten, sondern auch einen Beitrag zu den Klimazielen der EU leisten.
Die EU-Kommission sieht in der Vereinfachung des Bahnverkehrs einen wichtigen Schritt zur Förderung nachhaltiger Mobilität. Bisher scheitern viele Reisende an der komplexen Buchung über verschiedene nationale Systeme.
Bis 2026 soll das "Single Ticketing"-System flächendeckend eingeführt werden. Die technischen und politischen Herausforderungen sind jedoch beträchtlich, da zahlreiche nationale Bahnunternehmen und Systeme integriert werden müssen.
Die ÖBB und andere europäische Bahngesellschaften arbeiten bereits an der Umsetzung. Kai Tegethoff, ein Sprecher der Initiative, erklärte, dass erste Pilotprojekte bereits positive Ergebnisse gezeigt hätten.